Glossar

Begriffserklärungen zur Klassischen Homoöpathie

A

Ähnlichkeitsgesetz, -regel
Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt (Similia similibus curentur). Symptome, die durch ein homöopathisches Arzneimittel beim gesunden Menschen bewirkt werden, können beim Kranken durch dieses homöopathische Arzneimittel geheilt werden.
Anamnese
Die Aufnahme der Krankheitsgeschichte des Patienten und das Gespräch zwischen Homöopathen und Patienten zur Feststellung aller für die Verordnung eines Arzneimittels wichtigen persönlichen Einzelheiten.
Antidotierung
Die Aufhebung, Verstärkung oder Schwächung der Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels durch bestimmte unverträgliche andere Substanzen (z.B. Kaffee, Essig, Campher, Menthol) unabsichtlich; oder absichtlich durch ein anderes homöopathisches Mittel, wenn eine Wirkung oder Arzneimittelprüfung unterbrochen werden soll.
Arzneimittellehre, Reine
Die reine Arzneimittellehre ist eine reine Auflistung aller in homöopathischen Arzneimittelprüfungen gewonnenen Einzelsymptome, ohne ihre Deutung oder Beschreibung.

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C

C – Potenz
Die Potenzierung durch Verdünnung im Verhältnis 1:100 und Verschüttelung.

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D

D – Potenz
Die Potenzierung durch Verdünnung im Verhältnis 1:10 und Verschüttelung.
Dilution
Eine homöopathische Lösung/Verdünnung.
Dynamis
Der Ausdruck von Hahnemann für die „geistartige Lebenskraft“, wie er sagt. Diese Kraft ist auf verschiedenste Art benannt worden als Vitalprinzip, Ätherkraft, Od, Prana, Chi, Ki, animalischer Magnetismus. Es handelt sich um die Kraft, die alles Lebendige durchzieht und die wir mit allen Lebewesen gemeinsam haben. Ohne ihr Wirken unterliegt der physische Körper nur den Gesetzen der Chemie und verwest.

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E

Einzelmittel
siehe Erstanamnese
Erstanamnese
Die Erfassung der Krankheitsgeschichte des Patienten. Am Ende der Erstanamnese wird während und nach Patientenkontakt, bei einer aufwendigen Arbeitsweise und Fallanalyse des Patienten, ein einziges homöopathisches Mittel dem Patienten verschrieben.
Erstverschlimmerung
Nach Gabe des homöopathischen Einzelmittels kann es zu einer vorübergehenden Erstverschlimmerung (Erstreaktion) kommen.

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F

Folgeanamnese
Das sind die notwendigen homöopathischen Folgetermine (Folgebehandlungen), um den Krankheitszustand und den Krankheitsverlauf des Patienten zu beobachten, zu erkennen und zu beurteilen.

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G

Globuli
Globuli (Singular: Globulus) sind Kügelchen und werden als Streukügelchen aus reinem Zucker bezeichnet, die meist als Träger der homöopathischen Arzneimittel dienen. Der letzte Herstellungsschritt einer Arznei besteht darin, daß die in Lösung befindliche gewünschte Potenz auf solche Streukügelchen aufgesprüht wird.

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H

Hahnemann
Begründer der klassischen Homöopathie.
Homöopathika
siehe Homöopathische Arzneimittel
Homöopathische Arzneimittel
Ist die Bezeichnung eines Arzneimittels, das in einem homöopathischen Zubereitungsverfahren hergestellt wurde. Synonym wird die Bezeichnung Homöopathikum (Plural: Homöopathika) verwendet.

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K

Klassische Homöopathie
Als „klassisch“ wird die Form der Homöopathie bezeichnet, die sich genau an die von Hahnemann aufgestellten Gesetze und Regeln der Therapie hält. Praktisch gesehen erkennen Sie „klassisch“ arbeitende Homöopathen daran, daß sie nur ein Arzneimittel zu einer Zeit geben, das sie gründliche und ausführliche Anamnesen durchführen, daß sie nicht mehrere Methoden mischen und daß sie sich auf das genaue Beobachten und Zuhören stützen und nicht auf Spekulationen.
Konstitutionsbehandlung
Unter Konstitution versteht man die Gesamtheit der individuellen Merkmale geistiger, emotioneller, funktioneller und körperlicher Art, der vererbten Merkmale und der spezifischen Reaktionen auf Einflüsse von außen.

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L

Lebenskraft
siehe Dynamis

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M

Materia Medica
siehe Arzneimittellehre

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N

Nosoden
Homöopathische Arzneimittel, die aus Krankheitsprodukten von Tier, Pflanze und Mensch gewonnen werden.

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O

Organon
Homöopathisches Gesetzbuch nach Dr. Samuel Hahnemann. siehe auch Klassische Homöopathie

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P

Potenz, Potenzierung
Der Begriff für die Herstellung der homöopathischen Arzneien. Durch das abwechselnde Verdünnen und rhythmisches Verschütteln wurde einerseits die chemische Giftwirkung einer Arznei verringert und andererseits ihre Heilkraft verstärkt.

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S

Simillimum
Bezeichnet das ähnlichst mögliche Arzneimittel für einen bestimmten Menschen, wogegen ein Simile einfach eines meint, das ähnlich genug ist, um eine zufriedenstellende Heilwirkung zu erzielen. Die Wirkung des Simillimum ist sehr tiefgreifend und kann das ganze Leben verändern.

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U

Urtinktur
Ausgangssubstanz, von welcher aus die homöopathischen Arzneimittel verrieben und dann verschüttelt werden.